Herkunft  
 

Wie der Name schon sagt, die Rasse stammt aus dem amerikanischen Staat Maine. Die Maine Coon hat die Ehre, sowohl die älteste als auch die größte Rasse Amerikas zu sein. Das Wort „Coon“ wurde abgeleitet von dem amerikanischen Wort „racoon“, das Waschbär bedeutet, weil der Schwanz dieser Katzen so stark beringt war, dass er dem Waschbären glich. Bedingt durch die heutigen Farbvarianten sieht man dies jedoch oft nicht so deutlich. Die Maine Coon gehört zu einer sehr alten, durch selektive Auslese durch Mutter Natur eigenständige entstandene Rasse. Bei nordamerikanischen Farmern war und ist sie sehr beliebt, weil sie widerstandsfähig, robust und ein guter Mäuse- und Rattenfänger ist. Über ihre ursprüngliche Herkunft gibt es verschiedene Versionen und Sagen. Die Bekannteste ist sicher, das sie einer Kreuzung zwischen Waschbär und Hauskatze entstammt, dies ist aber unmöglich.

Eine wahrscheinlichere dagegen besagt, das sich einheimische Katzen mit den Schiffskatzen der skandinavischen Einwanderer gepaart haben. Dies würde ihnen die verblüffende Ähnlichkeit mit der Norwegischen Waldkatze erklären. Jedoch soll es nach neuesten Erkenntnissen gar keine einheimischen Katzen in Nordamerika gegeben haben. Entstammt die Maine Coon demnach vielleicht aus Norwegischen Waldkatzen, bei denen die Natur in den kalten Wintern in Nordamerikas nur die kräftigsten, zähesten und größten Katzen unter ihnen überleben ließ ? Wir wissen es bis heute nicht ganz genau.

 

Aussehen

Die Maine Coon ist die größte domestizierte Katzenrasse überhaupt. Sie hat einen lang gestreckten, muskulösen Körper, der auf hohen Beinen steht und insgesamt einen rechteckigen Eindruck vermittelt. Der Schwanz soll lang und dicht beharrt sein und mindestens bis in den Nacken reichen. Die Schnauze sollte eine gute Länge aufweisen, aus allen Richtungen kantig aussehen und mit einem kräftigen Kinn versehen sein. Die Nase ist leicht gebogen. Die Augen sind groß, rund, leicht schräg gesetzt und vermitteln oftmals einen leicht Eulenhaften Eindruck. Die Ohren werden groß und möglichst spitz zulaufend gewünscht. Ohrenpinsel verstärken diesen Eindruck, sind aber kein muss. Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Maine Coon Rassestandard.

 

Wesen

Trotz ihres imponierenden Aussehens, welches erst im Alter von3-4 Jahren entsteht, besitzt die Maine Coon einen sehr ausgeglichenen, gutmütigen Charakter. Sie ist souveräner als Hauskatzen, nicht so phlegmatisch wie eine Perser oder British Kurzhaar Katzen und nicht mit einer extrem temperamentvollen Siam zu vergleichen. Langweilig ist sie aber überhaupt nicht. Maine Coons lieben die Geselligkeit und vertragen sich in der Regel gut mit anderen Katzen. Sie kommen aber auch mit einem Hund aus, sofern dieser kein Katzenhasser ist. Ihre Menschen lieben sie über alles, wenn er sie richtig behandelt. Es gibt so anhängliche Tiere, die ihrer Person auf Schritt und Tritt folgen. Zumindest legen sie sich so hin, das sie "ihre Menschen" im Visier haben und jede seiner Handlungen mit bekommen. Ihr Mensch hat für sie eine größere Bedeutung als ihr Umfeld. Neugierig wie alle Katzen, werden sie Ihnen bei der Arbeit gern zur hand gehen. Ob beim Betten beziehen, beim Staubwischen, überall wird sie ihnen ihre Hilfe anbieten. Jeder Karton der ausgepackt wird, ist interessant und wird anschließend zum Spielzeug umfunktioniert.

Wie alle domestizierten Katzen lässt sich auch die Maine Coon bis zu einem bestimmten Grad erziehen. Dies lässt sich jedoch ausschließlich mit viel Liebe und noch mehr Geduld und Konsequenz erreichen. Niemals mit Schläge, damit würden Sie gar nichts erreichen, im Gegenteil, ihre Katze würde scheu, ängstlich, verhaltensgestört und erlitt einen nie wieder gutzumachenden Schaden.

 

Haltung

Bitte halten sie keine Maine Coon alleine, wenn Sie ganztägig berufstätig sind oder viel von zu Hause fort sind. Das kleine Kätzchen würde seelisch verkümmern. Nehmen sie lieber eine zweite Katze dazu, auch ein Hauskätzchen aus seriösen Händen, wenn sie sich keine zweite Maine Coon leisten können oder wollen.

Am wohlsten fühlt sich die Katze bei Ihnen, wenn ihr möglichst viel Wohnraum gehört. Ein kleines Reich, ohne abgeschlossene Türen das ist ihr kleiner Traum.

Sie können sie bei jedem Wetter in den Garten lassen. Allerdings sollten sie langsam an niedrige Temperaturen gewöhnt werden. In der Natur übersteht die Maine Coon dann auch sehr niedrige Temperaturen. Es reicht ihr aber auch durchaus vom gesicherten geöffneten Fenster oder Balkon die weite Welt zu beobachten.

Eine Maine Coon kann sehr gut an ein Katzengeschirr oder an Autofahrten gewöhnt werden.

Wichtig ist, dass Sie ihre Katze regelmässig gegen Katzenschnupfen-, -seuche und  Leukose impfen lassen. In Tollwutbezirken oder wenn die Katze ausgestellt werden soll, ist eine Tollwutimpfung obligatorisch.

Die Fellpflege ist völlig problemlos. Es reicht vollkommen die Katze einmal wöchentlich gut durchzukämmen. Die aufwendige Fellpflege einer Perser kann man mit der einer Maine Coon keinesfalls vergleichen. Jeder Züchter wird es ihnen gerne zeigen, wie eine Maine Coon gekämmt wird. Niemals darf der buschige Schwanz stark gekämmt werden, da er keine Unterwolle besitzt und man nur die Grannenhaare herausreißen würde! Die Folgen wären verheerend. Binnen kurzer Zeit wäre die buschige Pracht dahin und es dauert ein ganzes Jahr, bis die Schwanzhaare nachgewachsen sind!

Über die Fütterung werden Sie von einem seriösen Züchter Informationen erhalten und einige Tipps bekommen, denn jedes Jungtier hat seine Vorlieben, genau wie der Mensch.